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Einstein-Grafik von Liona L.-Toussaint

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Leserbeitrag


Hier werden Ihre/Deine Beiträge veröffentlicht.

Unter der Rubrik "Leserbeitrag" werden Leserbriefe/-meinungen veröffentlicht. Für jene, die eine eigene Homepage zum Thema ADD/ADHD besitzen, fügt ADDchaotic -nach Prüfung der Webseiten- unter "Links" Fremdseiten ein.
Besonders wertvolle Links zu Webseiten mit verwandten Themen gibt es unter der Rubrik "Top Links".


 

Danke Micha von Hypies.de / von Liona

Neue Seite ab dem 01.09.  -> ADDChaotic.de

Kunterbuntes

Von: Michael

Name des Remote-Computers: 62.226.146.169

Datum: 07 Sep 2000

 

 

Kommentar von Hypies.de

 

Grad hab ich sie mir angeguckt, die www.ADDChaotic.de - etwas zu graphisch, aber von der Wucht her ziemlich ungebremst.

Dort soll noch ganz viel entstehen, Adressen, Schwarze Bretter und so weiter. Das wäre dann die xte Seite im Net, aber mit etwas Konkurrenz muß man leben.

Ich finde die Seiten sehr sympathisch, weil authentisch und kein Hagius wird dort jemals landen können, zu selbstbewußt kommt das ganze daher - aber auch - Vorsicht, wie verletztlich und wie himmelwärts-strebend im Aufruhr begriffen.

Tja, das ist ein wildes Liona-ADD (nicht jedes ADD kommt so daher) dort und ich denke, lieber solch eine neue Seite als konkurriende Mitstreiter-Präsenz, als noch eine weitere ADD-Seite, die brav abschreibt, was schon 1994 nicht ganz richtig oder aktuell war.

Also, geht dort hin, staunt und kommt irgendwann auch mal wieder hierher, sonst schreiben wir nix mehr und dann tut es Euch leid.

Michael

Ne, wir dürfen nicht weinen, wenn neue Kinder im Netz auftauchen und neue Klamotten haben und alle mit der Neuen spielen wollen. Bye, alle ... endlich allein mit den Kindern und niemand treibt einen mehr an.

 

 

Stand: 07. September 2000

 


 

(Dank an Friedo)

vom 11.09.2000

Hallo Liona

Herzlich willkommen! Der Link ist Dir ja ein paar Tage vorausgeeilt. Und was war das für eine Freude, als ich ihm erstmals nachging. Zuerst was fürs Auge: Deine Grafik (mit dem geheimnisvollen Auge) gefällt mir echt super ... was kostet das Original? <g>

Und was ist das für eine Technik? Einerseits die Collagen, andererseits erinnert es mich auch ein bißchen an Seidenmalerei - ärgere Dich nicht, im Internet gilt bei mir meist: "spekulierender Laie" am Werk <g>.

(Meine Profession ist Telekommunikation, studiert habe ich Mathematik, also in Kunst, Psycho, etc. eher Kategorie "Banause" oder bestenfalls "Liebhaber".)

Und dann was fürs Gemüt: Ganz unten in der Ecke der Name, "Liona Toussaint", und schon habe ich Deinen verschmitzt lächelnden Blick aus Conrad&Co vor mir.

Du warst prima, und die Sendung insgesamt war prima. Schon bei so manchem Vortrag habe ich Auszüge daraus mit eingebaut - Sandra sei nochmals tausend Dank für die Video-Kassette.

Also Spannung pur, was Du nun so bringst auf Deiner Homepage.

Und wieder toll, ganz toll. Du zeigst, daß die Welt zwischen Schwarz und Weiß eben nicht aus lauter langweiligen Grautönen, sondern aus den schillernsten Farben besteht. Also schon wieder: Gratulation - und hiermit bestelle ich ... aber nein, kurzer Switch zur getrennten Buchbestellung, ...

... und schon geht es weiter:

Mit besonderer Freude erfüllt es mich, wenn ich lese, welche Rolle das Thom Hartmann Buch für Dich spielen konnte ... exakt das, was ich Thoms großem Vorbild, dem damals 90-jährigen Gottfried Müller, der übrigens nichts von ADD wissen wollte, in Gerhards Auto sagte:

"Für tausende von Menschen wird es die Welt verändern, weil es ihnen helfen wird, ihr Selbstwertgefühl zurückzuerobern."

Und wenn ich Deine Sätze jetzt lese. Da war die ganze Mühe ja doch nicht umsonst ... obwohl ... ja obwohl - und das stimmt mich traurig - obwohl ich für die, für die ich die Übersetzung eigentlich in die Hand genommen hatte, nämlich meine eigenen Kinder, damit zu spät gekommen bin.

Und wenn ich schon so beim Loben bin - was mir in der Regel eher schwer fällt - hier noch der vorläufige Abschluß meines Lobgesangs. Dabei spreche ich aus der Partner- und Vater-Perspektive (habe selbst wahrscheinlich kein ADD). Die ganz eindeutige Qualität Deines Buches sind Deine ganz persönlichen Offenlegungen. Du baust nicht Fassaden auf, sondern im Gegenteil, Du reißt sie radikal ein. Ich denke, das ist eine sehr gute Vorraussetzung für eine gegenseitige Verständnisannäherung von nicht-ADDlern und ADDlern. Ich muß das Buch natürlich erst einmal in der Hand halten, aber mein (vielleicht vorschneller) Eindruck ist: Dein Buch könnte DAS ADD-Partner-Buch schlechthin werden.

Und noch einmal, Gratulation, für den Mut. Gerade für einen ADDler ist es alles andere als leicht, sich so (das innerste nach außen kehrend) öffentlich zu zeigen.

Ich sehe, seit der quasi Fertigstellung des Buches sind mittlerweile auch fast 18 Monate ins Land gezogen <g>.

Auf jeden Fall machs gut, und mach weiter so ich bin begeistert ... und vergiß nicht, die Grafiken, da auch

Tschüß

Friedo




Dank an Friedo (11.09.2000)

Liona

ADDchaotic@aol.com wrote:

ich schrieb als Bemerkung auf negative Reaktionen:

... ich finde nicht das es werbung ist - sondern eine gute information. werbung ist, um davon zu profitieren - ich leiste aber aufklärungsarbeit und helfe add-betroffenen.

Friedos Antwort:

Werbung wäre es nur, wenn Du mal kurz reinschauen würdest, Dein Buch anpreisen - was in der letzten Woche andere schon längst für Dich hier erledigt haben - Du weiß ja, ADDler sind meist schnell - und dann wieder ade sagen würdest.

Kurz und gut, so'n "dicken Fisch" möchten wir nicht gleich wieder ziehen lassen. Und Dein Buch spricht für sich. Da brauchst Du nicht darum kämpfen, ob Du irgendwo mal Deinen Link unterbringen kannst oder nicht.

Grüße

Friedo



 

Sehr informative und auch künstlerisch schöne Seiten, Die Nov 25 2003
Kommentar von: Sonja (leider ohne eigene eMail)

*** bin begeistert *** hat mir sehr geholfen *** e
Diese Seiten haben mir bisher am besten von allen gefallen, obwohl es wenige Webseiten gibt, welche vom Thema her mehr Infos bieten. Dennoch: bei ADDchaotic ist alles sehr überschaubar und künstlerisch ansprechend. Es gibt Infos hauptsächlich für Erwachsene mit ADS, Foren für Erwachsene und Kinder, Chat, Gästebuch, gutes Forum, Buchvorstellungen, viele hilfreiche Links und Auszüge aus dem Buch "Mein Leben mit ADD" der Website-Macherin, welche auch Autorin ist. Liona Toussaint berichtet in ihrem Buch über ihr Leben mit ADD. Sehr offen geschrieben und für mich ein absolutes Muß dieses Buch gelesen zu haben. Insgesamt bin ich begeistert.


Liebe Liona,

Deine Leseproben haben mich überwältigt. Da ich weiß, wie schwer es ist, ein Projekt zuende zu bringen, möchte ich Dir etwas Kraft wünschen, daß du es dennoch schaffst. Ich warte darauf. "Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt."

Als kleine Anregung schicke ich Dir einen Text von mir, der in einem längeren Briefwechsel mit einem Farmer entstand. Dessen Freundin ist ein Hunter und sie argumentiert ihm gegenüber immer mit Abhängigkeiten, die es ihr unmöglich machen... Was er nicht verstand; ich versuchte es ihm zu erklären.

Ich hoffe es gefällt Dir und ich setze auf Dich!!!

Gruß Rudy

 

 

Samstag, 29.08.2000

[...]

Das war nur ganz allgemein gesagt. Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen die zeigen, daß es selbst für die Betroffenen (1.) schwer zu verstehen/zu durchschauen ist und (2.) man auch deshalb nicht aus reellen Situationen fliehen kann, sondern auch, sollte man was verstanden haben, dennoch in alle möglichen Fallen tappt. Das Verständnis allein ist ja keine Lösung. Betroffen bleibt man ein Leben lang. Also muß man ein Leben lang nach Lösungen ringen. Und meistens überwiegen die Probleme, die man damit hat. Man benötigt erheblich mehr an Energie, Verständnis, Toleranz usw. um klar zu kommen. - Das ergibt dann andererseits auch wieder Erschöpfungszustände, sowohl körperlich, schlimmer noch geistig (zerstreut? Unsinn redend, Geduldsfaden gerissen, usw.).

Und dann geht´s erst richtig los. Wenn ADDler ein helles Köpfen ist, dann weiß er natülich um die verpatzte Situation und denkt sogleich, wie man´s hätte besser machen können, bzw. in Zukunft besser machen kann. Und wenn er ein sehr sehr helles Köpfchen ist, dann wird´s erst richtig kompliziert. Was natürlich wieder einen weiteren Erschöpfungsmoment verursachen könnte. Aber ich will nicht Ursache und Wirkung verdrehen. Ich weiß noch nicht, ob die starken Schwankungen, nun Ursache oder Wirkung sind. Ich glaub beides.

Jedenfalls erklärt das mein Streben nach Lösungen (Perfektion). Aber langsam, da gehe ich später noch einmal drauf ein. Das ist nämlich nicht so einfach.

Erstmal was anderes. Ich hoffe ich krieg das hin (seufz).

Ich will mal versuchen Dir ein Denkmuster zeigen, was ich von Niclas Luhmann habe. Er sagt, Paradoxien (oder Widersprüche) lassen sich durch ortogonale Denkmuster auflösen. Ein Beispiel. Wir haben die Unterscheidung abhängig/unabhängig. Wenn Du Dir das als Scheibe vorstellst, wo verläuft die Trennung? Normalerweise hat man eine intiutive Trennung im Kopf und dann könnte man sagen, alles was nicht unabhängig ist, ist abhängig. Dann kannst du hingehen, die Dinge anschauen und sagen, ok. das ist abhängig und das ist unabhängig. So geht Logik, man könnte es auch lineares Denken nennen. Ein Farmer würde jeden Tag das gleiche sagen. Er könnte sich zwar bewegen und durch Verständnis hinzulernen, aber wenn er eine neue Trennlinie hat, dann ist das wieder so, jeden Tag gleich.

Bei einem Hunter kommen noch gewissen Stimmungen (oder was anderes?!!!!!) dazu - ich rede jetzt nur von mir, frei Schnauze, ich weiß nicht ob sich das mit der offiziellen Meinung deckt. (Deshalb das Board, zum abgleichen.) Die Stimmungen, die ich meine, stehen senkrecht (ortogonal) auf der Scheibe abhängig/unabhängig. Und je nachdem wie die Stimmung ausfällt, verläuft auch die Trennlinie der Unterscheidung ganz anders und zwar jeden Tag anders.

Das ergibt ein veränderliches interpretatives Muster im Kopf und je nachdem, ergibt sich daraus ein veränderliches Verhalten. Das das irritierend ist, ist doch klar. Jetzt merkt der Hunter das, weiß aber nicht, wie er das in den Griff kriegen soll. Er kann sich nicht auf eine einheitliche Linie festlegen, weil er es für sich nun einmal heute anders sieht als morgen, bzw. wenn er es krampfhaft versucht, dann gibt das eine Wort-für-Wort Definition oder Interpretation, völlig unrealistisch, weil in anderer Hinsicht unflexibel.

Ich würde mal vermuten, wenn man das ständig durchmacht, die anderen kritisieren einen dann einfach nur, meinen es aber zunächst nicht so ernst, kommen dann irgendwann darauf, mit dem stimmt was nicht. Dann nehmen die Kritikpositionen eine andere Qualität an, nämlich erstmal "mit dem stimmt sowieso was nicht" und dann die Situationsanalyse.

Und der Hunter verliert an Überzeugungskraft (Selbstwertgefühl), spürt das und seine Interpretation fällt nun wieder anders aus. Ein Teufelskreis, der Probleme magnetisch anzieht. Dann leidet darunter die Verständigung, weil der Hunter plötzlich Begriffe durcheinanderschmeist. Als Kind würde man vermutlich Schwierigkeiten haben überhaupt die Sprachfähigkeit/Rechtschreibung zu entwickeln. Ein sich verselbständigender Prozeß, wobei die Veranlagung in jedem Moment wieder auf´s neue zuschlagen kann.

Mit der Zeit entwickelt man Techniken (Kompensation) um zu überleben. Z.B. wenn ich aufgrund irgendeiner Leistung geachtet werde und zwar trotzdem, dann stecke ich alle Energie da rein, meine Leistungen zu verbessern und weiterhin ein Argument zu haben, geachtet zu werden. Ich glaube nämlich, daß ich sobald ich die Leistung nicht mehr erbringen kann, wieder in den Strudel der Probleme gerate, der oder die ja nicht beseitigt, sondern nur toleriert werden, aufgrund meiner Leistung. Ansonsten bin und bleibe ich der, mit dem was nicht stimmt. Das hat mir die Umwelt solange beigebracht, bis ich schließlich selbst daran glaube. Und glaube heißt hier wirklich unerschütterliche tiefe Überzeugung. Denn wenn einer mich von was anderem Überzeugen will, dann bestätigt das das ganze ja nur. Jeder der mir was anderes versucht begreiflich zu machen, versucht mich von meiner geistigen Haltung und von meiner biologischen Ausstattung zu erlösen. Das geht aber nicht. Also führt schon die bloße Absicht in die Irre.

Wieso also fällt dem Hunter es so schwer sich da auf eine Diskussion einzulassen? Wissen tue ich das nicht, ich kann nur vermuten. Lasse ich mich auf eine solche Klärung ein, dann glaubt der Andere (meist ein Farmer), jetzt endlich etwas erreicht zu haben. Und am nächsten Tag kommt dann wieder so ein Klopps. Das klärende Gespräch hatte zu einem Ergebnis geführt, wo jeder zustimmen konnte. Aber der Hunter wußte, daß er nur unter Vorbehalt zustimmen konnte und hat es wahrscheinlich nur getan, um den Anderen zufriedenzustellen. Aber er weiß, daß es am nächsten Tag wieder von vorne los geht. Vielleicht mit einem anderen Thema. Aber so werden "mit dem stimmt was nicht"-Positionen zementiert. Der Hunter wird dadurch innerlich in die Isolation getrieben. Er fühlt die Einsamkeit, die Leere um sich herum und kann es nicht verstehen (depres-sive Phasen). Weil für ihn keine Verbindungen existieren. Er, der Hunter, ist es, in dessen Verantwortung es liegt, wielange eine Verbindung nicht zerbricht, mit enormem Kraftaufwand. Er lügt dich an, der Hunter, obwohl er weiß, daß das eine Notlüge ist, dennoch verschwimmen so Moralvorstellungen.

 

Lieber Rudy, vielen Dank für Deine Zeilen plus Link und weiterhin viel Erfolg

wünscht Liona (ADDchaotic)

 


 

 Dank an Susann

schrieb mir am 14.09.2000

 

 

 Liebe Liona!

Gestern bin ich auf Deiner Seite gelandet und fing an Dein Buch zu lesen. Ich konnte nicht mehr aufhören! Es zieht mich derartig in den Bann, daß alles andere in den Hintergrund gerückt wurde. Ich bin absolut fasziniert von Deinen Lebensbeschreibungen und will versuchen Dir zu erklären, warum.

Ich heiße Susann , bin 31 , zum zweiten mal verheiratet, habe zwei Töchter im Alter von drei und 10 Jahren . Meine ältere Tochter ist aus erster Ehe.Vor etwa einem halben Jahr, las ich zum ersten mal über ADD im Netz, und zwar von Rossi "Selbstwertgefühl, Dissoziation und Identität".

Das war es! Ich habe mich so genau widererkannt wie noch nie vorher, danach habe ich alles verschlungen, was ich im Netz noch zum Thema finden konnte, habe verschiedene Bücher gelesen, bin zum Hypie-Treffen nach Berlin gefahren (ich wohne in Erlangen bei Nürnberg), habe einen Therapeuten aufgesucht, bei dem ich hoffentlich bald eine Therapie beginnen werde.

In diesem Höhenflug der Erkenntnis über ADD und mein Leben(konnte plötzlich Dinge aus anderen Blickwinkeln betrachte, fühlte mich geistig befreit), wuchs in mir wieder die Idee des Schreibens.

Schreiben war immer schon die beste Möglichkeit für mich, mich auszudrücken, denn in Gesprächen lenkt mich alles viel zu sehr ab, als das ich einen klaren Gedanken ausdrücken könnte, auch spüre ich oft so eine Distanz, die es mir nicht möglich macht zu sprechen.

Ich hatte die Idee ein Buch zu schreiben . Ein Buch über ADD und über mein Leben und meine Gefühle, meine Erinnerungen und meine Gedankengänge. Ich fing an, mir Notizen in ein kleines Büchlein zu machen, legte am PC Ordner an mit Titeln:" Kindheitserinnerungen ", "ADD, Psycho und Gehirn" , ich fing also an , endlich wieder voller Hoffnung. Aber Zweifel und Depressionen holten mich wieder ein, der Nebel kehrte zurück, mittlerweile lastet wieder eine Staubschicht auf diesen Anfängen und Ideen, und nun lese ich Dein Buch auf Deiner Homepage, und nach all dem was ich gelesen habe kann ich mir vorstellen, welche Mühe es Dich gekostet haben mag, das alles zu schaffen. Ich kann ganz vieles was Du schreibst absolut verstehen und nachvollziehen, Du schreibst so offen aus Dir heraus...

Nun habe ich einen Hänger, kann Dir weiter nichts schreiben, weiß nicht was wichtig wäre und was nicht. Hier ein kurzer Text von mir, den ich vor einem Jahr schrieb.Ich war an diesem Freitagabend allein, ( ich bin sonst selten allein, habe tagsüber die Kinder, abends ist Floh, mein Mann ,da; wir verbringen den abend gerne zusammen, aber manchmal regt sich bei mir der Wunsch nach Alleinsein, um meinen Gedanken nachzuhängen und ein paar davon versuche ich gern schriftlich festzuhalten.)

Setzte mich an diesem abend also an den Computer und fing einfach an zu schreiben, wußte nicht was ich ausdrücken wollte, es kam einfach so aus mir heraus.Da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts von ADD wußte, fühlte ich mich recht allein und unverstanden , isoliert mit meinen Gedanken. Nun im Rückblick mit Wissen über ADD finde ich meine paar Zeilen von damals sehr bezeichnend für diese "Besonderheit" ADD:

Ich wartete auf den Bus. Irgendwer hatte mir mal erzählt, man verbringe das halbe Leben mit Warten. Sollte ich darüber entsetzt sein? Die Wartezeiten sind mir ziemlich wertvoll. Meine Gedanken haben freien Lauf. Wenn ich dann zum Beispiel an der Wursttheke plötzlich doch noch drankomme, fühle ich mich als hätte man mich beim Lesen eines Buches gestört.

Solchen und ähnlichen Gedanken hing ich also nach, als ich auf den Bus wartete. Ich wartete höchstens fünf Minuten. Als ich dann einstieg kam es mir so vor, als würde ich von den Menschen im Bus gemustert.

Ich frage mich, ob alle Menschen dieser Gedankenflut ausgesetzt sind. Oder ist es manchen vielleicht möglich NICHT ODER NICHTS zu denken. Ich meine dieses Tagträumen, überlegen ob der Mensch der gerade in den Bus einsteigt wirklich so gelangweilt ist wie er aussieht oder ob unter der Fassade ein Gefühlssturm bebt.

Wie ist es möglich, das Menschen versuchen sich gegenseitig möglichst wenig wahrzunehmen? Wann wird die Entscheidung getroffen miteinander in Kontakt zu treten? Das Bus fahren ist natürlich eine besondere Situation. Wir sind weg, aber noch nicht ganz da. Eigentlich ein Ort ohne Zeit und Raum. Eine Wartezeit. Im Bus ist jeder für sich. Ein auftauchender Bekannter würde nur stören. Man müßte sich zäher Konversation hingeben.

Warum fällt mir, gerade mir, das so schwer. Ich könnte doch endlich die Fragen stellen, die mich schon länger bewegen. Was macht also die Konversation so angeblich zäh? Das mein gegenüber mir keine Zeit läßt meine Gedanken auszusprechen? Oder will man immer nur oberflächlich sein?

Was entscheidet darüber welcher Mensch in unserem Leben so wichtig wird, daß wir anders mit ihm reden können. Reine Chemie? Schon möglich.

Liebe Liona, ich würde mich sehr über Antwort von Dir freuen, ich wünsche Dir alles Gute!

 

Susann

 


 

Rezensionen, welche unter www.Amanzon.de zu meinem Buch abgegeben wurden
* ich bedanke mich für Ihren/Deinen Eintrag unter Amazon.de *

Kundenrezensionen
Durchschnittliche Kundenbewertung: 6 Sterne  (von 1-6)


Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

Seelischer Tiefgang, 12. Dezember 2002
Rezensentin/Rezensent: sfera _/\_ Regina Wenke (Mehr über mich ) aus Berlin 

ADD eine Krankheit? Sicher nicht! Eine Störung - vielleicht - für die "Farmer"!
Ist ADD nicht vielmehr der verzweifelte Versuch der Seele ans Licht zu kommen, sich zu entfalten gemäß ihrer Natur, aus dem Dornröschenschlaf zu erwachen? Sind es nicht die anderen, die eine "Behandlung" bräuchten, damit auch sie aufwachen und erkennen, verstehen - diese feinen, sensiblen Strukturen der Menschenseele, die von Natur aus neugierig, wißbegierig und hungernd nach Liebe und Anerkennung ist.

Aber die sogenannten normalen Menschen "die Farmer", "schlafen" noch tief und quälen durch ihr Nichtwissen, ihr "Schubladendenken" und ihre Ignoranz, ihre Unfähigkeit sich in den anderen hineinzuversetzen, die zarten unschuldigen Seelen, die wachsen, wissen und verstehen wollen.
So manch ein ADD-Kind und ADD-Erwachsener zerbricht am Kummer, weil er sich alleine glaubt und völlig unverstanden fühlt. Verzweiflung an sich selbst, am Sinn des Lebens und überhaupt...
Aber es gibt auch die positiven Beispiele -wie die Autorin beweist- die zeigen, dass ein Mensch mit der "medizinischen Diagnose" ADD, nicht ein Außerirdischer unter lauter Normalen ist, sondern ein Mensch ist mit sehr starkem Willen wirklich zu leben und dafür zu kämpfen. Er hat meist mehr Intelligenz, mehr Kreativität, mehr Bewußtsein, mehr Temperament, mehr Gefühl, ja mehr von allem, er fühlt und denkt intensiver - "lauwarm" zu sein ist im ein Greuel!
Dieser Reichtum will ausgelebt werden, sich nicht beschneiden lassen, unterdrückt werden, amputiert werden, nur damit der Mensch in die üblichen Denkschubladen der "Farmer" paßt.
Die Autorin macht es dem Leser leicht, ADDler zu verstehen und ihnen nachzufühlen oder sich selbst wiederzuerkennen.
Es geht darum, auch mal die Sichtweise des anderen einzunehmen!!!
Nur so können ADDler und Farmer miteinander leben und sich gegenseitig akzeptieren und von einander profitieren.
Ein Buch das die Tiefen der Seele authentisch und hautnah beschreibt, kein Fachchinesisch über ADD, sondern Gefühle pur, eben das wahre Leben aus Sicht einer Betroffenen. Hoher Wiedererkennungswert für mich als ADD-Leidensgenossin. Sehr empfehlenswert zu lesen!!!




Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

Tiefe Einblicke, 29. Oktober 2002
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Bochum
 
Ich habe die meisten Bücher zum Thema ADS, welche es im deutschsprachigen Raum gibt gelesen - doch kein Buch hat mich so tief beeindruckt wie dieses. Meine beiden Töchter (17/21) und ich sind ADDler. Es war uns vorher nie möglich unsere Gefühle zu beschreiben, erst in den Aussagen von Liona Toussaint hatten wir den gewünschten und ersehnten Aha-Effekt. Dieses Buch bietet tiefe Einblicke in eine ADD-Welt. Es zeigt jede Art von Besonderheit eines ADDlers, egal ob im positiven wie im negativen Sinne. Wir sind froh Liona Toussaints Buch entdeckt zu haben, da es uns unsere Einsamkeit mit ADD genommen hat. Wir sind auch froh nun endlich erkannt zu haben, daß wir mit unserem ADD nicht mehr verzweifelt sein müssen, da Frau Toussaint uns den Weg beschrieben hat, wie man mit seiner Andersartigkeit und seiner Besonderheit auch Außergewöhnliches leisten kann. Sie zeigt, wie u.a. Traurigkeit über das Mißverstandenwerden in potentielle Kraft umgewandelt werden kann. Ich finde (auch meine Töchter) dieses Buch als eine hevorragende Leistung. Seit wir dieses Buch gelesen haben, fällt es uns viel leichter auch untereinander zu verstehen und zu erkennen. Unsere Grauschleier haben Risse bekommen, durch denen wir hindurchblinzeln und endlich Momente erleben können, welche vorher nicht möglich waren.
Sehr empfehlenswert. Wir bedanken uns.






Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

 ... einfach unglaublich, 14. Mai 2002
Rezensentin/Rezensent: Wibke aus Simmern
 
Dies ist ein phantastisches Buch für alle, die am Anfang einer Diagnostik des ADS-Syndroms stehen und noch nach Erklärungen suchen, die das eigene Leben betreffen. Ebenso für diejenigen, die sich auf den Weg machen, mit dieser "Andersartigkeit" zurechtzukommen. Und nicht zuletzt für die Menschen, die mit Betroffenen leben und Sie verstehen wollen. Fiona L.-Toussaint verbalisiert auf sensibelste Art und Weise und absoluter Offenheit die Eindrücke und Erlebnisse ihres Innern sowie die Folgen einer zunächst unerkannten ADD. Durch Ihre Worte scheint der Weg nicht ganz so schwer. Neben der Besonderheit und nicht selten vokommmenden Begabungen säumen oft psychosomatische Beschwerden, Depressionen oder etwa Angstzustände als Merkmale oder Symptome das Leben. Dieses Buch hat mir sehr geholfen, zu erfahren, dass ich mit meinen Beschwerden, Gedanken und Verhaltensweisen nicht alleine bin. Es ist der erste Schritt "meines" Weges – einer Betroffenen im Umgang mit einem Syndrom – auch in der Reflexion, dass leider viel zu oft unerkannt bleibt und einem Menschen schon in der Kindheit das Leben zur Qual machen kann. Das Buch gibt Mut, vermittelt AHA-Erlebnisse und ich persönlich erkenne mich in diesem Buch wieder, wie nie zuvor in einem Spiegel. Ich wünsche mir, dass das Aufmerksamkeitssyndrom in naher Zukunft bei allen Neurologen, Therapeuten und Ärzten allgemein soviel Beachtung findet, dass alle Patienten die Chance auf ein "normaleres Leben" bekommen. Ich freue mich schon auf Band II. Ich danke Fiona für dieses Buch und fühle mich ihr sehr tief verbunden. Dieser Weg endet leider nie, doch mit Fionas Beitrag ist ein wichtiger Meilenstein gesetzt, eine "Verpflegungsstelle" auf dem beschwerlichen Wege eines nie endenden Marathons. Ich bin begeistert!






Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

Habe ich nicht erwartet, 7. Februar 2002
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Berlin, Deutschland 

Obwohl ich die Leseprobe unter ADDchaotic schon gelesen hatte und ganz angetan war, wurde ich abermals überwältigt. Eigentlich kennt man nur Auszüge von Aussagen ADS-Betroffener. "Mein Leben mit ADD" ist jedoch eines der Bücher überhaupt - zum Thema Aufmerksamkeitsstörung für mich. Die plastischen Schilderungen haben es mir ermöglicht, endlich einmal meine Tochter (24 Jahre) zu verstehen. Ich selbst habe keine ADS. Hiermit möchte ich mich bei der Autorin bedanken und spreche weiterhin an alle meine Empfehlung aus. Ein informatives Buch für Betroffene und Nichtbetroffene.






Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

Bin begeistert, 3. Februar 2002
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Hamburg 

Dieses Buch hat mich sehr bewegt und mich selbst sehen lassen. Es ist erfrischend, mutig, traurig und sehr informativ. Die Autorin hat eine außergewöhnliche Art der Beschreibung, wie sie mit dem Aufmerksamkeitsdefizit lebt und umgeht. Insgesamt ist dieses Buch sehr hilfreich, egal, ob man Elternteil eines ADD-Kindes ist, oder ein betroffener Erwachsener. Ich kann nur sagen, daß ich sehr begeistert bin und bisher kein vergleichbares Buch zum Thema ADS gelesen habe, da es sich hierbei nicht um trockene Fachlektüre handelt. Selbes gilt auch für die Webseiten der Autorin.






Leser fanden die folgende Rezension hilfreich:

adlerfamilie, 26. Oktober 2002
Rezensentin/Rezensent: Rezensentin/Rezensent aus Berlin 

Mir macht das Buch Angst. Wir alle ( 6 ADDler, davon 5 therapierte )haben an unseren speziellen Ecken zu kämpfen, 'harte' ADDler sind wir allerdings nicht. Ich kenne ADDler aller Ausprägungen, Große wie Kleine und erlebe vieles aus der Bandbreite der Schwierigkeiten und Emotionen, bei den Betroffenen und ihren Angehörigen. Aber die Schilderungen im Buch sind teilweise so verstörend, dass dies kein Buch sein kann, um ADD/ ADHD grundsätzlich zu verstehen, man kann nur die Auswirkungen auf einzelne ( hier Frau Toussaint ) nachvollziehen. Ein Aufklärungsbuch ist dies in meinen Augen nicht, da seien u.a. die Bücher von Cordula Neuhaus oder 'Zwanghaft zerstreut' von Hallowell genannt. Die Schilderungen ihrer Jugendzeit und der Eltern sind in meinen Augen unreflektiert. Ich bin auch ein 60'er Jahrgang und damals war ADD/ ADHD in Deutschland gar nicht bekannt. Wie also sollten die Eltern reagieren ? Das Wertesystem war doch ein ganz anderes als heute. Fairer Weise hätte sie das berücksichtigen müssen und da zeigt sich die Grenze dieses Buches. Die oft gestörte Selbstreflektion von ADDlern. Dies sind Schilderungen einer 'gequälten' Seele, damit ist es in meinen Augen kein Buch für Einsteiger, die erst mal handfeste Informationen brauchen.









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